Die Sonne scheint, die Temperaturen steigen – und wir sehnen uns nach einer Erfrischung. Der Sprung ins kühle Nass ist da eine willkommene Abwechslung! Deutschlandweit haben die Freibäder geöffnet und auch an den Seen tummeln sich wieder Erwachsene und Kinder. Für Besitzer eines Hörgerätes gilt es, ein paar Punkte zu beachten, um die hochentwickelte Technik zu schützen.

Erst ablegen, dann abtauchen

Planschen, Baden, Schwimmen – fürs ungetrübte Wasservergnügen sollten Hörgeräte-Träger wissen: Hörgeräte besitzen funktionsbedingt Öffnungen an Mikrofon, Hörer und Batteriefach, durch die Flüssigkeit eindringen kann. Vor dem Sprung ins Wasser heißt es daher sicherheitshalber: raus mit dem Hörgerät!
Am besten aufgehoben sind Hörgeräte in einem passenden Etui oder einem vergleichbaren Behältnis an einem schattigen, möglichst kühlen und trockenen Ort. Denn nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch übermäßige Hitze kann dem Gerät ernsthaften Schaden zufügen. Lassen Sie Ihre Hörgeräte daher im Sommer auch nicht im Auto liegen, denn das Fahrzeug kann sich schnell sehr stark aufheizen.

Schutz und Pflege

Wasser

Auch vor zu hoher Luftfeuchtigkeit sollten Sie Ihr Hörgerät unbedingt schützen – bewahren Sie es daher nicht in einer Tasche zusammen mit Ihren nassen Handtüchern auf.


Dampfbäder mit Hörgerät oder einen starken Sommerregen sollten Sie  nach Möglichkeit meiden. Da im Sommer oder beim Sport bereits durch die schwitzige Haut eine Kondensation begünstigt wird, gibt es spezielle Hüllen, die zusätzlichen Schutz bieten. Doch auch mit Schutzhülle empfehlen wir, jeden Abend, bevor Sie schlafen gehen, folgende Schritte:

 

 

  • Entfernen Sie eventuell angesammelten Schweiß aus dem Verbindungsschlauch.
  • Öffnen Sie das Batteriefach und entfernen Sie die Batterien. So kann die angesammelte Feuchtigkeit über Nacht verdunsten.
  • Legen Sie das Gerät regelmäßig in eine sog. “Trockenbox” (beim Akustiker erhältlich).

Hörgeräte für Wassersportler

Für Personen, die gerne schwimmen, viel Sport treiben oder Kinder (die vor dem Sprung ins Wasser nicht immer an ihren “Knopf am Ohr” denken) lohnt sich die Anschaffung eines wasserdichten Hörgerätes. Dieses verfügt über eine spezielle Beschichtung und ist an den Öffnungen mit einer Membram versehen, die Wasser davon abhält, einzudringen – die Schallwellen aber ausreichend weiterleitet. Diese Hörgeräte sind bis zu einer Wassertiefe von einem Meter zu verwenden und erlauben Schwerhörigen, auch im Wasser ihr Umfeld akustisch wahrzunehmen – und so etwa die Hinweise des Bademeisters zu hören.

Wassersportler

Für den Fall der Fälle

Sollten Ihre Hörgeräte versehentlich “ins Wasser fallen”, bringen Sie diese am besten zum Hörgeräteakustiker Ihres Vertrauens. Dieser kann fachmännisch beurteilen, ob ein Schaden entstanden ist und möglichen Fehlfunktionen auf den Grund gehen.

Bade-Tipps im Überblick:

  • Entfernen Sie das Hörgerät vor dem Duschen, Baden, Schwimmen.
  • Schützen Sie Ihre Hörgeräte vor Hitze und intensiver Sonneneinstrahlung.
  • Vermeiden Sie eindringenden Schweiß durch die Verwendung spezieller Schutzhüllen bzw. von Schweißbändern.
  • Lassen Sie Ihr Hörgerät nachts gut auslüften, damit die entstandene Feuchtigkeit ausreichend abtrocknen kann.
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