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Otosklerose

Krankheitsbild, Diagnose & Therapie

Otosklerose ist eine Erkrankung, die das knöcherne Labyrinth des Innenohrs betrifft. Hierbei kommt es zu entzündungsähnlichen Knochenumbauprozessen (Otospongiose), gefolgt von einer „Knochenverhärtung“ (Sklerosierung). Dies geht häufig mit einer Versteifung der Gehörknöchelchenkette einher, was dann zu einer Schallleitungsschwerhörigkeit führt. Eine Verbesserung des Hörvermögens ist durch Hörgeräte möglich.

In einigen Fällen wird eine operative oder medikamentöse Behandlung durchgeführt. Ist dies nicht möglich, kommen Hörgeräte zum Einsatz, die helfen, die Schwerhörigkeit auszugleichen und so ein Stück Lebensqualität zurückgeben. audibene findet mit Ihnen die richtigen Geräte. Wir stehen Ihnen von Montag bis Samstag von 08:00 bis 20:00 Uhr unter der 030 36 42 83 675 kostenlos zur Verfügung. 


So helfen Hörgeräte bei Otosklerose…

  • Vor einer Operation können Hörgeräte das Hörvermögen temporär verbessern.
  • Ist eine Operation nicht möglich, bieten Hörgeräte eine dauerhafte Lösung, um aktiver am Leben teilhaben zu können.
  • Mit Hörhilfen kann die gesamte Umgebung besser wahrgenommen und damit die akustische und soziale Vereinsamung verhindert werden.

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Das Krankheitsbild

Am häufigsten tritt diese Erkrankung zwischen dem 20. und 50. Lebensjahr auf. Zum besseren Verständnis muss der genaue Aufbau des Ohres betrachtet werden: Die Otosklerose beginnt in der Regel im knöchernen Labyrinth. Hierbei handelt es sich wiederum um einen knöchernen Hohlraum in dem das Innenohr liegt. Das Innenohr besteht aus der Gehörschnecke (Cochlea) und dem Gleichgewichtsorgan. Die Gehörschnecke ist der Ort, in dem der eigentliche Hörvorgang stattfindet. Wenn die Otosklerose schon so weit fortgeschritten ist, dass auch die Gehörschnecke von ihr betroffen ist, kann es zu einer Innenohrschwerhörigkeit kommen. Wie oben bereits beschrieben, leiden viele Otosklerosepatienten auch an einer steifen Gehörknöchelchenkette.

Die Gehörknöchelchenkette liegt im Mittelohr und besteht aus drei verschiedenen kleinen Knochen, die gelenkig miteinander verbunden sind. Man nennt sie: Hammer (Malleus), Amboss (Incus) und Steigbügel (Stapes). Letzterer grenzt direkt an das Innenohr und ist somit am häufigsten von der Otosklerose betroffen. Aufgabe der Gehörknöchelchenkette ist es, den Schall vom Außenohr in das Innenohr weiterzuleiten. Dabei wird der Schall von außen, mit Hilfe der Hebelkräfte der einzelnen Gehörknöchelchen mechanisch verstärkt, damit unser Ohr den Ton laut genug hören kann. Liegt nun eine steife Gehörknöchelchenkette aufgrund einer Otosklerose vor, kann der Schall von außen nicht mehr ausreichend auf das Innenohr übertragen werden, so dass dies eine Schallleitungsschwerhörigkeit zur Folge hat.

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Otosklerose: Die Symptome

Je nach Lokalisation der Otosklerose im Ohr treten verschiedene Symptome auf. Da, wie oben schon kurz erwähnt, meist die Gehörknöchelchen betroffen sind, kommt es am häufigsten zu einer langsam fortschreitenden Schallleitungsschwerhörigkeit. In ca. 30% der Fälle sind sogar beide Ohren betroffen. Das zweite wichtige Symptom ist das Ohrensausen, das meist einen tiefen Geräuschcharakter besitzt. Ärzte sprechen bei Ohrensausen auch von Tinnitus. In seltenen Fällen befällt die Otosklerose die Gehörschnecke. In diesem Fall ist eine Schwerhörigkeit des Innenohrs die Folge, die in schweren Fällen bis zu einer Ertaubung führen kann.

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Ursachen der Otosklerose

Die Ursache der Otosklerose ist derzeit noch nicht bekannt. Man geht jedoch von einer erblichen Komponente aus, da es bei Betroffenen zu einer auffälligen familiären Häufung kommt. Ein hormoneller Einfluss wird ebenfalls diskutiert, da Frauen weit häufiger betroffen sind als Männer und die Krankheit während der Schwangerschaft und der Geburt meist schlechter wird.

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Diagnose der Otosklerose

Die Diagnose kann in der Regel mittels zwei bis drei verschiedener Untersuchungsverfahren gesichert werden (z.B. beim HNO Arzt):

  • Gellé- Versuch

    Hier setzt der Untersucher die angeschlagene Stimmgabel, ähnlich wie beim Weber-Versuch, auf die Kopfmitte des Patienten. Dann wird mit verschiedenen Hilfsmitteln ein Überdruck im äußeren Gehörgang erzeugt, womit die Gehörknöchelchenkette künstlich versteift wird. Der gesunde Patient wird nun nach künstlicher Versteifung der Gehörknöchelchenkette den Stimmgabelton leiser hören als zuvor. Ein Otosklerosepatient hingegen wird keinen Unterschied der Tonlautstärke wahrnehmen, da ja seine Gehörknöchelchen krankheitsbedingt sowieso versteif sind.

  • CT-Untersuchung (Computertomographie)

    Sie dient zur Sicherung der Diagnose, der seltenen cochleären (Gehörschnecke) Form der Otosklerose. Mit Hilfe einer Computertomographie können die Knochenumbauprozesse sichtbar gemacht werden.

  • Tonschwellenaudiometrie

    Bei diesem Hörtest werden dem Patienten hohe und tiefe Töne jeweils bei unterschiedlichen Lautstärken präsentiert. Der Patient gibt an, wann er den Ton gerade noch so hört. Auf diese Art und Weise entsteht eine Hörschwellenkurve (für die Luftleitung). Bei der Knochenleitung werden die Schallschwingungen unter Umgehung des Mittelohrs über den Schädelknochen auf das Innenohr übertragen. Die Knochenleitung nutzt man also, um die Leistungsfähigkeit des Innenohrs getrennt vom äußeren Gehörgang und dem Mittelohr zu beurteilen. Führt man nun eine Tonschwellenaudiometrie bei einem Otosklerosepatienten durch, weicht die Hörschwellenkurve für die Luftleitung bei jeder Tonfrequenz nach unten ab. Der Grund dafür ist die Gehörknöchelchenversteifung und die damit verbundene Schwerhörigkeit bzw. Schallleitungsschwerhörigkeit. In der Knochenleitungskurve findet man beim Otosklerosepatienten eine so genannte Carhart Senke, die bei einer Tonfrequenz von 1500 Hz auftritt. Liegt eine Kapselotosklerose vor, ist diese Carhart Senke besonders ausgeprägt. Bei Patienten mit Kapselotosklerose ist dann nicht nur das knöcherne Labyrinth, sondern auch der Knochen um das Labyrinth von der Otosklerose betroffen.

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Tonaudiogramm bei einer Otosklerose Untersuchung
Das Tonaudiogramm, Absolut-/Relativ-Darstellung der Ton-Hörschwelle

Otosklerose - Therapie

Eine Therapie, die den Knochenumbau selbst verhindert, ist nicht bekannt. In der Regel wird eine operative Therapie empfohlen. Hier wird versucht, die versteifte Gehörknöchelchenkette wieder funktionsfähig zu machen. Dies gelingt normalerweise über eine Entfernung des Steigbügels, der später durch eine Prothese (künstlicher Steigbügel) ersetzt wird. Ist jedoch die Gehörschnecke betroffen, kann man lediglich konservativ, also nicht operativ, behandeln. Hier gibt man dem Patienten über mehrere Monate Natriumfluorid.

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Otosklerose und Hörgeräte

Vor einer Operation können Hörgeräte das Hörvermögen sehr gut verbessern, sie verhindern aber nicht das Fortschreiten der Krankheit. Regelmäßige Untersuchungen des Hörvermögens sind nötig. Bei manchen Otosklerosepatienten ist eine operative Therapie auch gar nicht möglich. In diesen Fällen helfen Hörgeräte, den Hörverlust auszugleichen und sorgen so für ein wertvolles Plus an Lebensqualität.

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Das passende Hörgerät finden, mit unserer kostenlosen Experten-Beratung. Zaneta Heller, Hörgeräteakustik-Meisterin
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