Schwerhörigkeit
und Demenz

Viele Menschen mit einem Alter über 60 Jahren sind von einem teilweisen und mit der Zeit fortschreitenden Hörverlust betroffen. Sie können dieses Nachlassen der Hörfähigkeit oft daran merken, dass bestimmte Geräusche gar nicht mehr oder nur leise wahrgenommen werden. Manchmal gibt der Partner oder die Familie Hinweise darauf, dass etwas gesagt wurde, was die betreffende Person nicht hörte. Mit fortschreitender Schwerhörigkeit steigt das Risiko, weniger am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und so eine Demenz zu entwickeln. Dies kann sich negativ auf das Allgemeinbefinden und auf die Leistung von Gedächtnis und kognitiven Fähigkeiten auswirken.

Was passiert, wenn man nicht mehr alles hört?

Bei einer beginnenden Schwerhörigkeit werden Geräusche und Gespräche in der Umgebung nicht mehr oder nur bruchstückhaft wahrgenommen. Dies kann dazu führen, dass die betreffende Person innerlich “abschaltet” und sich weniger an den Gesprächen beteiligt. Die kognitiven Leistungen des Gehirns werden weniger gefordert und das Kurzzeitgedächtnis erhält weniger Informationen als mit einer vollständigen Hörfähigkeit. Bei Studien in Altersheimen und mit älteren Patienten konnte festgestellt werden, dass möglicherweise ein Zusammenhang zwischen Demenz und Schwerhörigkeit besteht.

Eine beginnende Demenz kann durch nachlassende Informationsdichte begünstigt werden. Das Gehirn wird weniger trainiert und beansprucht, was zu einem Nachlassen der Fähigkeiten führen kann. Noch nicht komplett erforscht ist, ob eine Demenz das Phänomen der Schwerhörigkeit nach sich ziehen kann. Diese Effekte sind zum Beispiel dann möglich, wenn die akustisch wahrgenommen Signale nicht entsprechend verarbeitet werden können und deshalb ignoriert werden.

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So kann man dem Abbau frühzeitig entgegenwirken

Um das Risiko für eine Demenz durch Schwerhörigkeit zu mindern, sollten Personen über 60 Jahren regelmäßig einen Hörtest durchführen lassen. Je zeitiger eine Schwerhörigkeit erkannt wird, desto eher kann man den Auswirkungen auf die Gesamtkonstitution entgegenwirken und so das Risiko für eine Demenz mindern. Es ist sinnvoll, den Umgang mit Hörgeräten zu trainieren, wenn noch alle Gedächtnisfunktionen gut abrufbar sind. Das sichert für später einen unkomplizierten Umgang mit Hörgeräten und macht es für die Betroffenen einfacher, dessen Handhabung in den Alltag zu integrieren. Mit einem Test bei einem der audibene Partnerakustiker in Ihrer Nähe, lässt sich innerhalb kurzer Zeit feststellen, ob eine Schwerhörigkeit vorliegt. Alle Hörgeräte werden nach einem umfangreichen und gründlichen Test individuell angepasst. Sie unterstützen einen gleitenden Übergang, bei dem man sich schnell an die wieder hörbaren Geräusche gewöhnt.

3 Tipps zur Eingewöhnung an Ihr neues Hörgerät

1. Bemühen Sie sich, Ihre Hörgeräte täglich zu tragen, Tag für Tag ein wenig länger

2. Versuchen Sie, Ihre Hörgerät in unterschiedlichen Situationen zu tragen: im Park, auf Veranstaltungen, auf Familienfeiern etc.

3. Führen Sie ein Hörtagebuch, indem Sie sich Auffälligkeiten notieren. Diese können Sie anschließend mit Ihrem Akustiker besprechen.

Brain Hearing von Oticon für ein verbessertes Hörerlebnis

Der dänische Hörgerätehersteller Oticon hat eine innovative Technologie entwickelt, die das Hirn dabei unterstützen soll, empfangene Klänge in eine vollständige Klanglandschaft umzuwandeln – ohne dabei die Klangquelle einfach nur zu verstärken. Denn Hören beginnt im Gehirn, indem die aufgenommenen Schallwellen im Gehirn kognitiv verarbeitet werden und so das Gehörte für den Menschen Sinn ergibt.

BrainHearing unterstütz eine möglichst natürliche Übertragung der umgebenden Geräusche zu den betreffenden Personen. Es ermöglicht ein besseres Sprachverstehen bei weniger Höranstrengung. Dabei werden alle Klänge mit einer detaillierten räumlichen Zuordnung übertragen. Das Gehirn kann sich auf natürliche und gewohnte Weise in dieser Klanglandschaft orientieren. Hörgeräte mit BrainHearing Technologie trennen die einzelnen Elemente der Klanglandschaft durch verstärkte Kontraste – Sie ermöglichen es, wichtige Geräusche besser herauszufiltern, um sich so leichter auf diese zu konzentrieren. Eine deutliche Fokussierung auf bestimmte Klangquellen ist für den Träger möglich. Die Hörgeräte balancieren die Klänge aus und entlasten damit das Gehirn von zusätzlichen Aufgaben. So können sich betroffene Personen besser auf Unterhaltungen und Umgebungsgeräusche konzentrieren.

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Therapiemaßnamen mit moderner Technik unterstützen

Eine beginnende Demenz lässt sich durch aktive Maßnahmen zum Gehirntraining oft mildern. Dies hängt natürlich von den Ursachen für die Demenz ab. In vielen Fällen ist jedoch eine Besserung des Wohlbefindens und der Kommunikationsfähigkeit zu erkennen, wenn aktiv mit unterschiedlichen Inhalten gespielt wird. Hörgeräte verbessern diese Möglichkeiten für eine Kommunikation sehr, wenn ein Hörverlust bereits eingetreten ist. Ein ausgewählter audibene Partnerakustiker hilft Ihnen dabei, Ihre Hörfähigkeit zu testen und stellt Ihnen die Hörgeräte für ein Probetragen zur Verfügung. Die modere Technik räumt die Barrieren, welche durch die Schwerhörigkeit entstehen, aus dem Weg und verhilft Ihnen zu einer besseren Lebensqualität.

Durch die Nutzung der gut angepassten Hörgeräte erhalten Personen mit Schwerhörigkeit mehr Sicherheit im Alltag. Sie verstehen besser, was in Gesprächen gesagt wird und sind durch Technologien wie das BrainHearing in der Lage, diese Informationen auch zu verarbeiten.

Quellen:

  • www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Schwerhoerigkeit-steigert-Demenzrisiko,hoeren140.html
  • www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/hno-krankheiten/article/961052/studie-erst-schwerhoerig-dann-dement.html
  • www.oticon.de/professionals/audiology-and-technology/our-approach/we-think-brain-first
  • www.faz.net/aktuell/gesellschaft/besser-hoeren-wann-ist-es-zeit-fuer-ein-hoergeraet-15411245.html