Schwerhörigkeit und Demenz

Schwerhörigkeit und Demenz

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Kann Schwerhörigkeit zu Demenz führen?

Das kann man dagegen tun

Viele Menschen mit einem Alter über 60 Jahren sind von einem Hörverlust betroffen. Das Nachlassen der Hörfähigkeit wird oft daran bemerkt, dass bestimmte Geräusche gar nicht mehr oder nur leise wahrgenommen werden. Neueste Studienergebnisse zeigen nun: Mit fortschreitender Schwerhörigkeit steigt das Risiko, weniger am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und so eine Demenz zu entwickeln.

Wie Sie durch gezielte Behandlung eines Hörverlustes auch das Risiko an Demenz zu erkranken verringern können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  • Studie aus Großbritannien
  • Hörverlust steigert Demenzrisiko um 50 %
  • Hörverlust & Gehirnalterung
  • Anzeichen für Hörverlust
  • Mentalem Abbau entgegenwirken
  • Hörgerät als Demenz-Prävention
  • Brain Hearing von Oticon
  • FAQ: Demenz und Hörverlust

Studie aus Großbritannien zeigt: Weltweite Demenzfälle verdreifachen sich

The Lancet Public Health: bis 2050 werden 153 Mio. Menschen erkranken

Gehirnscan: Hörverlust kann zu Demenz führen

Die neuesten Ergebnisse einer aktuellen Studie aus Großbritannien sind beunruhigend. Forscher fanden heraus, dass sich die Zahl weltweiter Demenzfälle in den nächsten Jahren verdreifachen soll. Laut der Studie, die in der Fachzeitschrift „The Lancet Public Health“ veröffentlicht wurde, könnten bis 2050 rund 153 Millionen Menschen an Demenz erkrankt sein – unter anderem, weil sie ihr Gehör vernachlässigen.

Es sind nicht die ersten Zahlen, die eine drastische globale Zunahme von Demenz-Fällen prognostizieren. Bereits seit Jahren sprechen Ärzte, Wissenschaftler und Gesundheitsinstitutionen weltweit von einer drohenden „Demenz-Epidemie“.1

Schon die ehemalige Generaldirektorin der WHO, Margaret Chan, sagte treffend: „Demenz ist eine kostspielige und herzzerreißende Epidemie mit immensen Auswirkungen in medizinischer, psychologischer, emotionaler und finanzieller Hinsicht.“2

Unbehandelter Hörverlust steigert Demenzrisiko um 50 %

Das große Problem: Im Schnitt warten Menschen etwa 7 Jahre zu lang, bis sie bei einer Hörverminderung aktiv werden. Doch bereits nach 5 Jahren haben Menschen mit einem unbehandelten Hörverlust ein 50 % höheres Risiko an Demenz zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie.3

Was die wenigsten wissen:

In mehreren weltweiten Studien fanden Forscher heraus, dass Schwerhörigkeit der mit Abstand größte beeinflussbare Risikofaktor für Demenz ist. Wer also schlechter hört, dem kann ein Hörgerät effektiv dabei helfen, im Alter länger geistig fit zu bleiben.

Hörverlust lässt Gehirn schneller altern

Unternimmt man hingegen nichts gegen den Hörverlust, sorgt die verminderte Geräusch- oder Sprachwahrnehmung bereits bei jüngeren Menschen für eine starke kognitive Einschränkung. Außerdem werden durch die verstärkte Konzentration auf das Hören andere Hirnfunktionen vernachlässigt. Dadurch wird die normale Funktion der Nervenzellen beeinträchtigt und es kann zu einer Beschleunigung des Alterns des Gehirns kommen.

Anzeichen für einen Hörverlust werden oft nicht ernst genommen

Schon die kleinsten Anzeichen, wie ein zu laut eingestellter Fernseher oder wenn man in Gesprächen häufiger nachfragen muss, sollten ernst genommen werden. Denn es ist wissenschaftlich erwiesen, dass bereits eine leichte Hörverminderung das Risiko an Demenz zu erkranken, verdoppeln kann.5

Menschen zwischen 45 und 64 Jahren haben ein besonders hohes Risiko.6 Um dieses bestmöglich zu verringern, seien schon im frühen Alter die richtigen Präventionsmaßnahmen notwendig – das betont Epidemiologin und die Hauptautorin der Studie Emma Nichols vom Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) der Universität Washington.

Laut Nichols könnten bis zu 40 % der Demenzfälle verhindert oder hinausgezögert werden, wenn Risikofaktoren wie eine Hörverminderung beseitigt würden.

„Wir müssen die Gefährdung durch die wichtigsten Risikofaktoren in jedem Land verringern. (…) es bedeutet auch, dass wir weiterhin in die Forschung investieren müssen, um wirksame Behandlungen zu finden, die Demenz aufhalten, verlangsamen oder verhindern.“

Was passiert, wenn man nicht mehr alles hört?

Bei einer beginnenden Schwerhörigkeit werden Geräusche und Gespräche in der Umgebung nicht mehr oder nur bruchstückhaft wahrgenommen. Dies kann dazu führen, dass die betreffende Person innerlich “abschaltet” und sich weniger an den Gesprächen beteiligt. Die kognitiven Leistungen des Gehirns werden weniger gefordert und das Kurzzeitgedächtnis erhält weniger Informationen als mit einer vollständigen Hörfähigkeit.

Eine beginnende Demenz kann durch nachlassende Informationsdichte begünstigt werden. Das Gehirn wird weniger trainiert und beansprucht, was zu einem Nachlassen der Fähigkeiten führen kann. Noch nicht komplett erforscht ist, ob eine Demenz das Phänomen der Schwerhörigkeit nach sich ziehen kann. Diese Effekte sind zum Beispiel dann möglich, wenn die akustisch wahrgenommen Signale nicht entsprechend verarbeitet werden können und deshalb ignoriert werden.

So kann man dem Abbau frühzeitig entgegenwirken

Um das Risiko für eine Demenz durch Schwerhörigkeit zu mindern, sollten Personen über 60 Jahren regelmäßig einen Hörtest durchführen lassen. Je zeitiger eine Schwerhörigkeit erkannt wird, desto eher kann man den Auswirkungen auf die Gesamtkonstitution entgegenwirken und so das Risiko für eine Demenz mindern. Es ist sinnvoll, den Umgang mit Hörgeräten zu trainieren, wenn noch alle Gedächtnisfunktionen gut abrufbar sind.

Mit einem Test bei einem der audibene Partnerakustiker in Ihrer Nähe, lässt sich innerhalb kurzer Zeit feststellen, ob eine Schwerhörigkeit vorliegt. Wenn ein Hörgerät sinnvoll ist, wird dies nach einem umfangreichen und gründlichen Test individuell angepasst.

Hörgerät als Demenz-Prävention

Dieses Mini-Hörgerät ist Technik- und Gesundheits-Wunder in einem

audibene launcht das HORIZON AX

Vor allem junge und aktive Menschen haben sich trotz Hörverlust bislang gegen ein Hörgerät entschieden, da herkömmliche Modelle zu klobig sind und im Alltag stören. Mit dem Wissen, welche schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen das mit sich bringen kann, hat audibene das audibene HORIZON entwickelt − ein Hörgerät, das effektiv vor Demenz schützen kann und als sowohl als Im-Ohr-Hörgerät als auch als Hinter-dem-Ohr-Hörgerät verfügbar ist und sich ganz unbemerkt in den Alltag integriert.

Vorteile vom audibene HORIZON

Icon Modernste Technologie bei audibene
Modernster
Prozessor
Icon für Sprachfokus beim audibene Horizon Hörgerät
SPRACH FOKUS
kristallklar verstehen
Icon für unsichtbares Design beim audibene Horizon Hörgerät
Fast unsichtbar
12mm groß
Icon Ultra HD Klangqualität beim audibene Horizon Hörgerät
Ultra-HD
Klangqualität
audibene HORIZON Modellübersicht

Das audibene HORIZON überzeugt nicht nur durch seine Mini-Größe, sondern auch durch seine herausragende Technik. Der im Mini-Hörgerät integrierte automatische SPRACH FOKUS beispielsweise sorgt dafür, dass Gesprochenes auch in lauter Umgebung wieder kristallklar verstanden wird, was eine Überanstrengung des Gehirns umgeht und so das Demenzrisiko deutlich verringern kann.

Therapiemaßnamen mit moderner Technik unterstützen

Eine beginnende Demenz lässt sich durch aktive Maßnahmen zum Gehirntraining oft mildern. Dies hängt natürlich von den Ursachen für die Demenz ab. In vielen Fällen ist jedoch eine Besserung des Wohlbefindens und der Kommunikationsfähigkeit zu erkennen, wenn aktiv mit unterschiedlichen Inhalten gespielt wird. Hörgeräte verbessern diese Möglichkeiten für eine Kommunikation sehr, wenn ein Hörverlust bereits eingetreten ist. Ein ausgewählter audibene Partnerakustiker hilft Ihnen dabei, Ihre Hörfähigkeit zu testen und stellt Ihnen die Hörgeräte für ein Probetragen zur Verfügung.

Die modere Technik räumt die Barrieren, welche durch die Schwerhörigkeit entstehen, aus dem Weg und verhilft Ihnen zu einer besseren Lebensqualität. Durch die Nutzung der gut angepassten Hörgeräte erhalten Personen mit Schwerhörigkeit mehr Sicherheit im Alltag. Sie verstehen besser, was in Gesprächen gesagt wird und sind durch Technologien wie das BrainHearing in der Lage, diese Informationen auch zu verarbeiten.

Brain Hearing von Oticon für ein verbessertes Hörerlebnis

Klein Hörgeräte

Der dänische Hörgerätehersteller Oticon hat eine innovative Technologie entwickelt, die das Hirn dabei unterstützen soll, empfangene Klänge in eine vollständige Klanglandschaft umzuwandeln – ohne dabei die Klangquelle einfach nur zu verstärken. Denn Hören beginnt im Gehirn, indem die aufgenommenen Schallwellen im Gehirn kognitiv verarbeitet werden und so das Gehörte für den Menschen Sinn ergibt. BrainHearing unterstütz eine möglichst natürliche Übertragung der umgebenden Geräusche zu den betreffenden Personen. Es ermöglicht ein besseres Sprachverstehen bei weniger Höranstrengung. Dabei werden alle Klänge mit einer detaillierten räumlichen Zuordnung übertragen. Das Gehirn kann sich auf natürliche und gewohnte Weise in dieser Klanglandschaft orientieren. Hörgeräte mit BrainHearing Technologie trennen die einzelnen Elemente der Klanglandschaft durch verstärkte Kontraste – Sie ermöglichen es, wichtige Geräusche besser herauszufiltern, um sich so leichter auf diese zu konzentrieren.

FAQ: Schwerhörigkeit und Demenz

Kann Demenz durch schlechtes Hören ausgelöst werden?

Ja, aktuelle Studien haben erwiesen, dass schlechtes Hören zu einem erhöhten Demenz-Risiko beitragen kann. Wenn durch einen Hörverlust weniger akustische Reize vom Gehirn verarbeitet werden, kann dies nicht nur zu einer Gehirnalterung führen, sondern auch die kognitive Wahrnehmung stark einschränken. 

Demenz durch Schwerhörigkeit - stimmt das?

Ja, es gibt einen Zusammenhang zwischen Demenz und Schwerhörigkeit. Das haben aktuelle Studien aus England und den USA ergeben. Durch die verstärkte Konzentration beim Hören werden andere Gehirnfunktionen vernachlässigt und es kann zu einer beschleunigten Alterung des Gehirns kommen. Diese Prozesse stiegen das Risiko, an Demenz zu erkranken.

Schwerhörigkeit und Demenz - wie hängt das zusammen?

Wer schlecht hört, muss sich zum einen viel stärker konzentrieren und zieht sich immer öfter aus dem sozialen Leben zurück. Beides trägt dazu bei, dass bestimmte Gehirnareale über- bzw. unterstrapaziert werden. Durch verstärkte Konzentration auf das Hören, werden andere Gehirnfunktionen vernachlässigt. Durch sozialen Rückzug, wird das Gehör weniger akustischen Reizen ausgesetzt und das Gehirn verlernt, diese zu verarbeiten. Kognitive Einschränkungen und eine beschleunigte Gehirnalterung können die Folge sein und im schlimmsten Fall zu einer Demenz-Erkrankung führen. 

Gibt es ein Hörgerät gegen Demenz?

Ja, jedes Hörgerät, das zu einer Verbesserung des Hörens beiträgt, steigert die Verarbeitung von verschiedenen Frequenzen und hält das Gehirn dadurch fit. Je früher Betroffene eines Hörverlustes Unterstützung durch ein Hörgerät suchen, desto besser. Ein unbehandelter Hörverlust steigert Demenzrisiko um 50 %. Die gute Nachricht: Schwerhörigkeit ist der mit Abstand größte beeinflussbare Risikofaktor für Demenz.  

Quellen:

1 Expertengespräch, Eric B. Larson, Kristine Yaffe, Kenneth M. Langa, „New Insights into the Dementia Epidemic”, 2013; Ramanathan Sathianathan and Suvarna Jyothi Kantipudi, „The dementia epidemic: Impact, prevention, and challenges for India”, 2018; Prof. Robert Perneczky, Prof. Vijayalaskshmi Ravindranath, Dr. Sergi Costafreda Gonzalez, „Demenz: Wie können wir die nächste globale Epidemie verhindern?”, 2022.

2 Auszug der Rede von Margaret Chan Fung Fu-chun, WHO-Generaldirektorin von 2006 – 2017: https://www.who.int/director-general/speeches/detail/who-director-general-addresses-g8-dementia-summit , 2013.

3 Jennifer A. Deal, Nicholas S. Reed, Alexander D. Kravetz, „Incident Hearing Loss and Comorbidity – A Longitudinal Administrative Claims Study”, 2019.

4 Report der Lancet-Kommission: „Dementia prevention, intervention, and care: 2020”

5 Andreas Borta und Thomas Sünder, „Ganz Ohr: Alles über unser Gehör und wie es uns geistig fit hält“, 2019.

6Chin-Mei Liu, Charles Tzu-Chi Lee, „Association of Hearing Loss With Dementia”, 2019.

NDR Ratgeber „Schwerhörigkeit steigert Demenzrisiko“
Ärztezeitung „Erst Schwerhörig dann Dement“
Oticon „Brainhearing“
FAZ „Wann ist es Zeit für ein Hörgerät?“