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Tinnitus-Noiser

Geschrieben von:
Melanie Freitag | Hörgeräteakustikerin & Trainerin
Letzte Änderung: 30.04.2021

Schätzungsweise 19 Millionen Deutsche haben bereits einmal in ihrem Leben Ohrgeräusche gehabt oder ein Ohrensausen, den sogenannten Tinnitus, verspürt. Oft sind ein Hörsturz, starker Lärm, Durchblutungsstörungen, Stress oder Fehlstellungen der Halswirbelsäule oder des Kiefergelenks der Auslöser. Mehr über das störende Ohrensausen und die Behandlungsmöglichkeiten erfahren Sie in unserem Artikel über Tinnitus. Soviel bereits vorab: Dauert der Tinnitus mindestens drei Monate an, bezeichnet man ihn als chronisch. Mehr als die Hälfte aller Menschen, die unter einem Tinnitus leiden, leiden auch unter einem Hörverlust. In diesen Fällen hat sich der Einsatz von Hörgeräten mit einem sogenannten Tinnitus Noiser bewährt. Mit ihm kann dem entnervenden Piepsen und Pfeifen entgegengewirkt werden.

  • Was ist ein Tinnitus-Noiser?
  • Tinnitus-Noiser verschafft Abhilfe
  • Hörgeräte mit Tinnitus-Noiser
  • Was zahlt die Kasse bei Tinnitus?
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Was ist ein Tinnitus-Noiser?

Ein Hörgerät unterstützt Sie nicht nur dabei, Ihre Umgebung besser zu verstehen. Geräte mit einem sogenannten Tinnitus-Noiser können auch Abhilfe bei Tinnitus schaffen und die Beschwerden deutlich lindern. Diese intelligente Technik „überlagert“ das störende Piepsen und Fiepen im Ohr des Kunden. Nach einiger Zeit werden sowohl Tinnitus als auch Rauschen vom Gehirn rausgefiltert und nicht mehr wahrgenommen.

  • Der Tinnitus-Noiser ist in verschiedenen Hörgeräte-Modellen eingebaut und erzeugt ein leises Rauschen.
  • Das Gehirn stuft das Tinnitus-Geräusch mit der Zeit als unwichtig ein.
  • Sie nehmen den Tinnitus nicht mehr wahr.

Ein Tinnitus-Noiser verschafft Abhilfe

Ein Tinnitus-Noiser erzeugt ein ständiges, vom Patienten als angenehm empfundenes Rauschen. Es ist leiser als der Tinnitus selbst. Die Hörbahn und damit die Nervenbahn des Gehirns, die Höreindrücke weiterleitet, wird beruhigt. Das Gehirn besitzt Filtersysteme, die Geräusche als wichtig und unwichtig einstufen. Durch das stetige Rauschen des Noisers werden nach einer Weile sowohl das Noiser-Geräusch als auch das Tinnitus-Geräusch als unwichtig eingestuft. Das Ergebnis: Der Tinnitus wird nicht mehr wahrgenommen.

Hörgeräte mit integriertem Tinnitus-Noiser

Die Ursachen für Tinnitus sind oft nicht festzustellen, besteht aber zusätzlich ein Hörverlust, kann man das Gehirn austricksen. Durch die zusätzliche Reizstimmulation im Hörnerv wird das Gehör mit der Verarbeitung den generellen Umgebungsgeräuschen beschäftigt. Dadurch erreichen wir meist eine Reduktion der Ohrengeräusche, solange die Geräte getragen werden.

— Katharina Marczok, Hörgerätemeisterin bei audibene

Mann mit Hörgeräten

Was zahlt die Kasse bei Tinnitus?

In Deutschland bezuschussen gesetzliche Krankenkassen Hörgeräte mit Tinnitus-Noiser erst, wenn Betroffene einen chronischen Tinnitus und einen Hörverlust haben. Dies muss vom HNO-Arzt bescheinigt werden und kann dann bei den Krankenkassen eingereicht werden. Für Betroffene, die Tinnitus aber keinen Hörverlust haben, bieten einige Krankenkassen die kostenfreie Nutzung von Tinnitus-Apps an, um Tinnitus zu lindern.

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