Revolution für Hörgeräte

Das Audiosignal des Fernsehers oder die Stimme eines Anrufers direkt in beide Ohren: Digitale Hörgeräte können sich drahtlos über Bluetooth und Funk mit modernsten Multimedia-Produkten verbinden.
Beim Telefonieren, Fernsehen und Musikhören funktionieren die kleinen Hightech-Apparate wie vollautomatische Kopfhörer. Die Audiosignale werden – wenn gewünscht – beidseitig und in Stereo-Qualität direkt ins Gehör übertragen.

Die Entwicklung moderner Hörgeräte wurde durch Bluetooth und Funktechnologien geradezu revolutioniert. Die Geräte werden nicht nur immer kleiner, sondern auch zunehmend leistungsfähiger – und vielseitiger.

Ob Smartphone, Ipod oder Tablet-Computer: Multimediageräte, die über Schnittstellen für Bluetooth oder Funkadapter verfügen, lassen sich drahtlos mit entsprechenden Hörgeräten verbinden. Dank ihnen sind Menschen mit vermindertem Hörvermögen von der multimedialen Revolution nicht etwa ausgeschlossen, sondern haben aktiv daran teil.

Die Technik

Bluetooth Hörgeräte

Erst kürzlich wurde Signia (früher Siemens) für die Entwicklung eines binauralen Hörsystems, bei dem beide Hörgeräteseiten drahtlos über Funktechnologie miteinander kommunizieren, mit dem Deutschen Zukunftspreis 2012 ausgezeichnet. Die Würdigung steht symbolisch für die technologische Avantgarde der Branche und unterstreicht die gesellschaftliche Relevanz der Entwicklungen im Hörgerätebereich.

Das spiegelt sich auch am Markt wider: Studien zufolge sind gerade die Drahtlos-Technologien im Anwendungsbereich der Hörgeräte ein wesentlicher Grund dafür, dass sich heutzutage zunehmend mehr und vor allem immer öfter auch jüngere Menschen mit Hörproblemen für ein Hörgerät entscheiden. Ein Beispiel ist hierbei das ReSound LiNX Hörgerät, das sich ohne Probleme drahtlos mit dem Handy verbinden und darüber bequem bedienen lässt.

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Freihändig telefonieren mit Bluetooth

Ob Widex, Bernafon oder ReSound: Heute hat nahezu jeder größere Markenhersteller Komplett- oder Komponentenlösungen als Hörgerätezubehör – meist von der mittleren Technologiestufe an aufwärts – im Angebot.

Die Drahtloslösung von Oticon zum Beispiel heißt ConnectLine. Ein einziges Multifunktionsgerät, der Streamer, vereint Sender, Empfänger und Fernbedienung in einem leichten Design-Gehäuse.

Als Transmitter empfängt er das Signal vom Handy, Fernseher oder MP3-Player und sendet es in Echtzeit und in Stereo-Qualität über die Hörgeräte ans Ohr. Das System ist nicht nur für Zuhause und im Büro, sondern vor allem auch beim Autofahren eine äußerst komfortable Lösung.

Lediglich für die Audiosignale von Fernsehern und von Festnetz-telefonen ist jeweils ein zusätzlicher Transmitter (TV-Adapter, Phone-Adapter) notwendig.


Audiosignal in Stereoqualität

Ganz ohne weiteren Adapter oder Induktionsschleifen, sondern lediglich mit einem einzigen Streaming-Gerät, dem Unite Audio Beamer, funktioniert die Drahtlos-Lösung von ReSound.

Die hierfür verwendete 2,4 GHz-Funktechnologie bietet gleich mehrere Vorteile: Zum einen optimiert sie das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) und somit die Audioqualität und Synchronität der übertragenen Datenpakete.
Zum anderen bietet die direkte Übertragung auf die Hörgeräte ein spürbares Komfort-Plus. Beispielsweise kann der Klang des Fernsehers in einer Reichweite von bis zu 7 Metern problemlos und in Stereoqualität empfangen werden. Die Nutzer der Technologie profitieren nicht nur von einem Audioklang in höchster Qualität, sondern auch von komfortabler Bewegungsfreiheit.


Der Unite Audio Beamer kann gleichzeitig zu mehreren Hörsystemen eine Funkverbindung aufbauen, während sich auch jeder Hörsystemträger mit verschiedenen Streaming-Geräten koppeln kann.


Wie zuverlässig funktioniert die Technik?

Die Verbindung zwischen Hörgeräten und Signalquelle kann eventuell unterbrochen werden, wenn sich Sender und Empfänger für mehrere Minuten außerhalb der Funktionsreichweite, dem Bluetooth-Bereich, befinden. Dieser beträgt allerdings je nach Hersteller bis zu 20 Meter rund um die Audioquelle.
In seltenen Fällen wird das Bluetooth- oder Funksignal durch andere Radiofrequenzen gestört. Es reißt dadurch jedoch keinesfalls ab, sondern wird eventuell durch einen leichten Nebenton überlagert, vergleichbar zum Geräusch, das durch ein Handy in Radionähe erzeugt wird.


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