Wozu dienen die Ohrpassstücke

Hörgeräte sind heutzutage nicht nur sehr klein und leicht, sondern sie sind vor allem auch leistungsfähig. Damit das technologische Potenzial eines Hörgerätes optimal zur Verbesserung des Hörvermögens eingesetzt werden kann, können – je nach Modell und Stärke der Hörminderung – Otoplastiken zum Einsatz kommen.

Otoplastiken sind die direkte Verbindung zwischen Hörgerät und Ohr. Sie werden entweder an den Schallschlauch der Hinter-dem-Ohr (HdO) Hörgeräte angeschlossen oder fest mit dem Gehäuse von Im-Ohr (IdO) Hörgeräten verbunden und direkt in das Ohr eingesetzt. So sorgen sie für einen sicheren Halt der Hörgeräte innerhalb der Ohrmuschel und können bei hochgradigen Hörverlusten auch den Verstärkungseffekt durch das Hörgerät begünstigen.

Im Folgenden haben wir wichtige Informationen zum Thema Otoplastiken zusammengefasst. Für weitere Fragen stehen Ihnen natürlich auch unsere Hörgeräteexperten am Telefon zur Verfügung - kostenlos und unverbindlich. Wir beraten Sie gerne individuell, empfehlen Ihnen das optimale Hörgerät für Ihre Hörsituation und vereinbaren auf Wunsch einen Termin beim Akustiker in Ihrer Nähe. Rufen Sie uns dazu einfach an. Wir sind von Montag bis Samstag zwischen 08:00 und 20:00 Uhr für Sie da.

Hörgeräteakustiker formt individuellen Abdruck des Ohres

Hörverlust ist so individuell wie ein Fingerabdruck und genauso einzigartig sind auch das Innenohr und der Gehörgang eines Menschen geformt. Damit die Otoplastik innerhalb des Ohres optimalen Halt findet, muss sie einem passgenauen Abdruck des Innenohrs entsprechen.

Otoplastiken werden deshalb für jeden Hörgeräteträger individuell angefertigt. Die Abformung des Ohres ist die Grundlage zur Herstellung der Otoplastik. Sie wird vom Hörakustiker in Handarbeit erstellt. Er führt unter großer Vorsicht eine weiche Abformmasse in den für die Otoplastik relevanten Teil des Gehörgangs ein. Hierfür wird ein spezielles Silikonmaterial verwendet. Es härtet innerhalb des Gehörgangs aus, ohne jedoch mit der sensiblen Innenhaut des Ohres direkt in Kontakt zu kommen. Der Prozess der Abdrucknahme ist bei korrekter Ausführung durch einen fachlich dafür ausgebildeten Hörgeräteakustiker vollkommen schmerzlos und unbedenklich. Auf diese Weise kann ein detailgenauer Abdruck erstellt werden, der auch im Anschluss seine Form behält. Die eigentliche Otoplastik wird in den meisten Fällen im Anschluss in einem speziell dafür eingerichteten Labor angefertigt.

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Tragekomfort als wichtige Eigenschaft

Je nach Beschaffenheit und Sensibilität des Gehörgangs können zur Herstellung der Otoplastiken verschiedene Kunststoffe wie Acryl oder Silikon verwendet werden. Sie können sich hinsichtlich ihrer Materialeigenschaften und dem Härtegrad voneinander unterscheiden. Der Träger wird die Otoplastik in der Regel mehrere Stunden am Tag im Gehörgang behalten. Er sollte den Gegenstand in seinem Ohr daher nicht als störenden Fremdkörper empfinden. Dies kann durch die Verwendung sowohl harter als auch weicher Materialien für die Otoplastik erreicht werden.

Ist ein Hörgeräteträger gegen üblicherweise verwendete Kunststoffe allergisch, dann können Otoplastiken auch verglast oder vergoldet werden, um den direkten Kontakt der Kunststoffe mit dem Gehörgang zu vermeiden. Eventuell kommen auch allergenfreie Kunststoffe wie Neutacryl, Thermotec zum Einsatz. Passgenauigkeit, Hautverträglichkeit und hohe Belastbarkeit sind die wichtigsten Eigenschaften, die eine Otoplastik zum erfolgreichen und einwandfreien Gebrauch innerhalb der Ohrmuschel aufweisen sollte.

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Otoplastiken als Kopfhörer für Musiker

Otoplastiken kommen jedoch nicht ausschließlich für Hörsysteme zum Einsatz. Ein möglicher Verwendungszweck ist auch ein individueller Gehörschutz oder spezielle Kopfhörer, die sowohl als Gehörschutz als auch zur Schallweiterleitung Anwendung finden. Werden Otoplastiken als individueller Gehörschutz benutzt, sind sie herkömmlichen Produkten wie Ohrenstöpseln hinsichtlich Tragekomfort und Schutzwirkung meist deutlich voraus. Insbesondere Musiker und Berufsmusiker aber auch Berufsgruppen, von denen ein hervorragendes Sprach- und Tonverstehen verlangt wird, greifen auf individuellen Gehörschutz zurück. Denn anders als simple Dämmmaterialien verfälschen Otoplastiken den Klang und Frequenzgang von Musik oder Sprache nicht und leiten den Schall trotz Lärmeinschränkung nahezu unverändert an das Innenohr weiter.

Kopfhörer als Otoplastiken werden häufig von Moderatoren in Radio und Fernsehen, Reportern und auch Sicherheitskräften gebraucht, die trotz Umgebungslärm besser hören und verstehen möchten. Der Preis für Otoplastiken richtet sich ganz nach dem Anwendungsbereich und den verwendeten Materialien.

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