6 Tipps, mit denen Sie Wasser im Ohr loswerden

Ein gutes Gehör ist für viele Menschen selbstverständlich. Es gibt jedoch einige alltägliche Situationen, die unser Hörerlebnis deutlich beeinträchtigen können, wenn man ihnen nicht entsprechend begegnet. So könnten Sie beispielsweise Wasser im Ohr haben. Dies kann ganz leicht und auf die verschiedensten Arten geschehen. Doch glücklicherweise gibt es hierfür einfach zu handhabende Lösungen:

  • Ziehen Sie an Ihrem Ohrläppchen, während Sie gleichzeitig Ihren Kopf in Richtung Schulter neigen.
  • Legen Sie sich für ein paar Minuten auf die Seite.
  • Gähnen und / oder kauen Sie: Beides kann helfen, die Eustachische Röhre, auch Ohrtrompete genannt, zu öffnen.
  • Probieren Sie es mit der Valsava-Methode: Dafür schließen Sie bitte den Mund und halten ihre Nase zu. Anschließend putzen Sie sich die Nase, um die Eustachische Röhre freizumachen. Häufig werden Sie dabei eine Art Knall wahrnehmen. Dieser weist aber nur darauf hin, dass die Eustachische Röhre nun frei ist.
  • Warme Luft aus einem Haarfön auf der niedrigsten Stufe aufs Ohr halten, aus etwa 30 Zentimetern Entfernung.
  • Versuchen Sie es mit rezeptfreien Medikamenten. Achten Sie dabei stets darauf, die Packungsbeilage zu lesen und Ihren Arzt zu fragen, wenn sich irgendwelche Zweifel bei Ihnen einstellen.
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Wie Wasser in Ihr Ohr gelangen kann

Wasser kann in vielen Situationen des täglichen Lebens in die Ohren geraten, wie zum Beispiel beim Baden oder beim Duschen. Eine Infektion, die durch Wasser im Ohr ausgelöst wird, nennt man auch Schwimmerohr. Es steht außer Frage, dass Wasser häufig beim Schwimmen in einem Pool, See oder im Meer ins Ohr gelangt. Wir können sogar Wasser in unsere Ohren bekommen, wenn wir uns nur bei starkem Regen draußen aufhalten. Wie Sie sehen, ist Wasser im Ohr eine häufige Erscheinung. Aber welches sind die Konsequenzen, wenn Ihr Ohr mit Wasser verstopft ist?

Mögliche Folgen von Wasser im Ohr

Wasser im Ohr verschwindet oft von ganz allein, ohne dass größere Eingriffe erforderlich wären. Wenn jedoch Wasser im Ohr verbleibt und man es nicht angemessen behandelt, kann dies zu Unannehmlichkeiten führen. Die Ohrstruktur bietet eine dunkle und feuchte Umgebung, in der Pilze oder Bakterien bestens gedeihen, was zu Entzündungen führen kann. Diese Entzündungen, auch Otitis externa genannt, haben oft Beschwerden wie zum Beispiel Schwellungen oder Reizungen zur Folge.

Abgesehen von Wasser gibt es zahlreiche Gründe, weshalb wir ein Schwimmerohr bekommen können. Ohrenschmalz schützt auf natürliche Weise vor Bakterien. Eine übermäßige Reinigung mit Wattestäbchen entfernt nicht selten zu viel Ohrenschmalz und verringert die Abwehrfunktion. Ein Fremdkörper im Ohr kann ebenfalls eine Infektion auslösen, genauso wie Risse oder Kratzer in der Haut. Darüber hinaus kann eine allergische Reaktion auf Chemikalien in kosmetischen Produkten wie etwa Haarspray eine Entzündung bewirken.

Wenn sich Ihr Ohr entzündet hat, spüren Sie meist einen Juckreiz oder Schmerzen, die zunehmen, wenn Sie an Ihrem Ohrläppchen ziehen. Vielleicht haben Sie auch das Gefühl, dass Ihr Ohr verstopft ist und Sie schlechter als gewohnt hören. In einigen Fällen können Eiter oder Flüssigkeit aus dem Ohr austreten. Auch Fieber oder geschwollene Lymphknoten sind potentielle Begleiterscheinungen.

In den meisten Fälle sprechen Schwimmerohren gut auf eine Behandlung an, und die Entzündung klingt innerhalb von ein bis zwei Wochen ab. Dies wäre dann eine akute Otitis externa. Allerdings kann sich bei einigen wenigen Patienten die Infektion zu einer chronischen Otitis externa entwickeln, sofern sie nicht rechtzeitig behandelt wird. Es gibt eine Vielzahl an möglichen Gründen, weshalb eine Behandlung sich als nicht wirksam erweist:

  • Die anatomische Beschaffenheit Ihres Ohrs ist dafür verantwortlich
  • Der spezifische Pilz oder die jeweiligen Bakterien sind sehr selten
  • Die Infektion beruht sowohl auf Pilzen als auch auf Bakterien
  • Sie haben eine Allergie gegen die verschriebenen Ohrentropfen

Weitere Risikofaktoren sind häufiges Schwimmen, insbesondere in schmutzigem Wasser, sowie der Aufenthalt in Whirlpools, in denen sich häufig Bakterien tummeln. Die Benutzung von Kopfhörern oder Badekappen kann die Haut am Ohr aufkratzen oder schädliche Bakterien beherbergen. Bestimmte Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Psoriasis erhöhen ebenfalls die Wahrscheinlichkeit einer Infektion.
In schweren Fällen kann es zu Komplikationen wie Hörverlust kommen, zu einer Entzündung der umliegenden Haut oder auch zu Zellulitis, das heißt einer Infektion der tieferen Hautschichten. Doch es können ebenso andere Körperteile betroffen sein.

Normalerweise diagnostiziert Ihr Arzt die Erkrankung, indem er Ihr Ohr mit einem Otoskop untersucht. Die folgende Behandlung besteht meist aus antibiotischen Ohrentropfen, kann aber auch antimykotische Ohrentropfen beinhalten, falls die Infektion von Pilzen herrührt. Mitunter werden auch Essigsäure-Ohrentropfen verschrieben, um das bakterielle Gleichgewicht im Ohr wiederherzustellen. Weiterhin werden manchmal Kortikoide verabreicht, um eine Schwellung zu verringern. Ihr Arzt kann Ihnen darüber hinaus Mittel geben, um allgemein Schmerzen und Beschwerden zu lindern. In hartnäckigen Fällen können auch oral einzunehmende Antibiotika eingesetzt werden. Während der Behandlung sollten Sie normalerweise weder schwimmen, fliegen und kein Wasser ins Ohr bekommen.

Fazit: Ein bisschen Pflege kann eine große Wirkung haben

Wie Sie sehen, kommen Ohrentzündungen aufgrund von Wasser im Ohr recht häufig vor. Solche Infektionen sind für gewöhnlich einfach zu behandeln und führen rasch zu einem befriedigenden Ergebnis. Die simplen Tipps auf dieser Seite helfen Ihnen zusätzlich dabei, dem Problem Wasser im Ohr zu begegnen, weitere Beschwerden zu verhindern und auf diese Weise Ihre Ohren und Ihr Gehör nachhaltig zu schützen.

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