Ohrenerkrankungen

Ohrenerkrankungen können sich durch verschiedene Symptome äußern: von schlechtem Hören über Ohrgeräusche bis hin zu Ausfluss (das sogenannte „Ohrenlaufen“), Schmerzen und Schwindel kann alles dabei sein. Wenn diese oder andere Symptome bei einem oder sogar beiden Ohren auftreten, sollten Sie zunächst überprüfen lassen, ob es sich wirklich um eine Ohrenkrankheit handelt. Denn häufig können Hörprobleme auch schon auftreten, wenn Ihr Ohr durch einen Fremdkörper, durch Wasser oder durch eine falsche Reinigung verstopft ist.

Unterschiedliche Ohrenkrankheiten

Sollte eine Ohrenkrankheit im weiteren Verlauf der Untersuchung festgestellt werden, muss der Arzt anhand des Krankheitsbildes ermitteln, um welches es sich handelt. Nur so kann er für eine optimale Behandlung sorgen.

Manche Ohrenkrankheiten treten entweder akut, rezidivierend oder chronisch auf. Zu den wohl bekanntesten gehört die Mittelohrentzündung, in Fachkreisen auch Otitis media genannt. Entzündungen betreffen aber natürlich nicht nur das Mittelohr, sie können auch im Innenohr und im Gehörgang sitzen.

Andere Ohrenkrankheiten sind erblich bedingt. Darunter fallen beispielsweise Morbus Menière, das typische Symptome wie Drehschwindel und Ohrensausen mit sich bringt, und das sehr seltene Usher-Syndrom, das mit einer hochgradigen Schwerhörigkeit bis hin zum vollständigen Hörverlust und einer zunehmenden Sehschwäche einhergeht.

Ohrengeräusche

Tinnitus und Hörsturz zählen vielmehr zu Ohrengeräuschen , als zu Ohrenkrankheiten. Tinnitus beschreibt Ohrengeräusche, die für jeden Patienten anders klingen. Generell wird aber meist ein Summen, Klingeln oder ein rauschendes Geräusch beschrieben. Da er bei mehreren Krankheiten auftreten kann, ist Tinnitus demnach ein Symptom. Hörsturz wird häufig mit ihm gleichgesetzt, da beide Symptome bei Hörproblemen häufig zusammen auftreten. Aber auch hier gilt: Hörsturzkann bei mehreren Ohrerkrankungen auftreten und zählt deswegen nicht zu den Ohrenkrankheiten.

 

ohrenarzt-untersuchung
Akustikusneurinom
Das Akustikusneurinom ist ein gutartiger Tumor, der in der Regel von den Schwann-Zellen des Gleichgewichtsnervs (Nervus vestibularis) und in seltenen Fällen auch von Schwann-Zellen des Hörnervs (Nervus cochlearis) ausgeht.
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Mann mit kopfhörer
AVWS
Kommt es beim Hören zu Einschränkungen, obwohl die Ohren eigentlich gesund sind, kann eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) vorliegen. Dabei sind zentrale Prozesse des Hörens gestört.
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das ohr grafik
Cholesteatom
Das Cholesteatom ist eine chronisch-eitrige Entzündung des Mittelohrs, die durch Einwucherung von Plattenepithel aus dem äußeren Gehörgang ins Mittelohr entsteht.
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Gehörgangsentzündung
Unter einer Gehörgangsentzündung oder auch Otitis externa versteht man eine bakterielle, pilzbedingte oder allergische Entzündung der Haut und Unterhaut im äußeren Gehörgang.
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Knalltrauma
Bei einem Knalltrauma handelt es sich um eine Form des akustischen Traumas. Von einem akustischen Trauma spricht man bei der Schädigung der Haarzellen im Corti - Organ des Innenohrs.
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Vater und Kind
Schwerhörigkeit bei Kindern
Die Lebensqualität und Entwicklung von Kleinkindern hängen von der Wahrnehmung der Umwelt mit all ihren Sinnen ab. Ist diese Wahrnehmung durch eine Hörminderung gestört, können sich weitreichende Probleme für das betroffene Kind ergeben.
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Die 5 größten Tinnitus Irrtümer
Sie leiden an einem Tinnitus? Keine Sorge, Sie sind nicht allein damit. Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland haben einen Tinnitus und sogar die Hälfte aller Bundesbürger hat bereits mindestens einmal persönlich damit Erfahrungen gemacht.
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usher-syndrom-in-deutschland
Usher-Syndrom
Das Usher-Syndrom ist ein Krankheitsbild, bei dem neben einer Schwerhörigkeit bzw. dem vollständigem Verlust der Hörfähigkeit durch eine Degeneration der Netzhaut gleichzeitig eine Sehbehinderung auftritt.
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Hypakusis
Das Fremdwort Hypakusis bedeutet nichts anderes als Schwerhörigkeit: Also eine Minderung des Hörvermögens.
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Labyrinthitis
Bei der Labyrinthitis handelt es sich um eine Infektion des Innenohrs, also der Hörschnecke und des Gleichgewichtsorgans.
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Drehschwindel Bäume
Lagerungsschwindel
Der benigne paroxysmale Lagerungsschwindel (BPLS) ist ein Schwindelgefühl, das abhängig von einer Lageveränderung auftritt.
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Loch im Trommelfell
Das Trommelfell ist eine dünne Membran, die das Innenohr von dem äußeren Teil des Ohres abschließt, sodass ein Schutz vor Keimen gewährleistet ist. Gleichzeitig ist es essentiell für die Weiterleitung von äußerlich eintreffenden Schallwellen und hat somit eine Schlüsselrolle im Hörprozess.
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Ohrentropfen Mittelohrentzündung
Mittelohrentzündung
Mittelohrentzündung Definition: eine akute Mittelohrentzündung (Otitis media acuta) ist eine Erkrankung, die häufig mit einem Schnupfen anfängt. Viren gelangen aus dem Nasen-Rachen-Raum über die Ohrtrompete (Tube) in das Mittelohr und die Paukenhöhlenschleimhaut entzündet sich.
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Morbus Menière
Morbus Menière ist eine vor allem einseitig auftretende Erkrankung des cochleovestibulären Organs des Innenohrs.
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das ohr grafik
Otosklerose
Otosklerose ist eine Erkrankung, die das knöcherne Labyrinth des Innenohrs betrifft. Hierbei kommt es zu entzündungsähnlichen Knochenumbauprozessen (Otospongiose), gefolgt von einer „Knochenverhärtung“ (Sklerosierung).
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